E3L LiMa lädt nicht
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- Manxman
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E3L LiMa lädt nicht
21.Sep.2004 14:25
Hallo zusammen,
die Elektrik unserer Ladies ist ja ein schier unerschöpfliches Thema...
Habe mir vorletztes Wochenende in Netley Marsh (UK) eine "funkelnagelneue" Gleichstrom-LiMa für meine Matchless G 9 gegönnt. (Der Anbieter heißt CMES; die LiMa ist mit Neuteilen überholt und sieht - engländeruntypisch - richtig vertrauenerweckend aus.) Grund dafür war, dass meine bis dahin problemlose Elektrik auf einmal nicht mehr ging (kein Ausschlag mehr auf dem Amperemeter, Licht wurde dunkler, schließlich war die Batterie leer) und der Anker an meiner erst letztes Jahr generalüberholten LiMa sich ausgelötet hat.
Es kam, wie es kommen musste: natürlich lädt die neue LiMa auch nicht. Sie ist aber okay, mein hiesiger
Kfz.-Elektriker hat sie umpolarisiert (für den Einsatz mit Minus an Masse), und sie ist auch als Motor gelaufen. Drehrichtung stimmt ebenfalls, anti-clockwise. Genug Masseverbindung bekommt sie über die Befestigung am Rahmen.
Der Fehler muss also irgendwo in meinem sonstigen Bordnetz liegen. Alle Verbraucher funktionieren mit Batteriestrom, also Licht, Hupe und Bremslicht. Alle Kabel sind durchgängig, ein Kabelbruch liegt also auch nicht vor. Der Amperemeter scheint auch okay zu sein, denn beim Einschalten der Verbraucher schlägt er nach Minus aus.
Bleibt eigentlich nur noch der Regler, und da hab ich so´n elektronisches Teil von BB-Weigelt. Kann das (weil auch schon etliche Jahre alt) hinüber sein? Wie verhält es sich mit dem Rückstromschalter, der verhindern soll, das überschüssiger Ladestrom von der Batterie zurück zur LiMa fließt? Ich habe gelesen, wenn dieser defekt ist, lädt die LiMa nicht, sondern wird von der Batterie als Motor angetrieben und brennt irgendwann dann wieder durch.
Da ich meine schöne neue 165,-Pfund-LiMa nicht gleich wieder lynchen will, danke ich Euch für jeden Tip. Wie kann ich bei einem solchen elektronischen Regler das Funktionieren der Rückstrom-Abschaltung messen? Und spielt das überhaupt ’ne Rolle? Was kann sonst noch im Argen liegen? Ach so, die Typbezeichnung meiner LiMa lautet, glaube ich, E3L. Hersteller? Na, wer wohl?!
Grüße an alle Engländer-Treiber, insb. natürlich an die Matchless- und AJS-Fraktion - Jan
Hallo zusammen,
die Elektrik unserer Ladies ist ja ein schier unerschöpfliches Thema...
Habe mir vorletztes Wochenende in Netley Marsh (UK) eine "funkelnagelneue" Gleichstrom-LiMa für meine Matchless G 9 gegönnt. (Der Anbieter heißt CMES; die LiMa ist mit Neuteilen überholt und sieht - engländeruntypisch - richtig vertrauenerweckend aus.) Grund dafür war, dass meine bis dahin problemlose Elektrik auf einmal nicht mehr ging (kein Ausschlag mehr auf dem Amperemeter, Licht wurde dunkler, schließlich war die Batterie leer) und der Anker an meiner erst letztes Jahr generalüberholten LiMa sich ausgelötet hat.
Es kam, wie es kommen musste: natürlich lädt die neue LiMa auch nicht. Sie ist aber okay, mein hiesiger
Kfz.-Elektriker hat sie umpolarisiert (für den Einsatz mit Minus an Masse), und sie ist auch als Motor gelaufen. Drehrichtung stimmt ebenfalls, anti-clockwise. Genug Masseverbindung bekommt sie über die Befestigung am Rahmen.
Der Fehler muss also irgendwo in meinem sonstigen Bordnetz liegen. Alle Verbraucher funktionieren mit Batteriestrom, also Licht, Hupe und Bremslicht. Alle Kabel sind durchgängig, ein Kabelbruch liegt also auch nicht vor. Der Amperemeter scheint auch okay zu sein, denn beim Einschalten der Verbraucher schlägt er nach Minus aus.
Bleibt eigentlich nur noch der Regler, und da hab ich so´n elektronisches Teil von BB-Weigelt. Kann das (weil auch schon etliche Jahre alt) hinüber sein? Wie verhält es sich mit dem Rückstromschalter, der verhindern soll, das überschüssiger Ladestrom von der Batterie zurück zur LiMa fließt? Ich habe gelesen, wenn dieser defekt ist, lädt die LiMa nicht, sondern wird von der Batterie als Motor angetrieben und brennt irgendwann dann wieder durch.
Da ich meine schöne neue 165,-Pfund-LiMa nicht gleich wieder lynchen will, danke ich Euch für jeden Tip. Wie kann ich bei einem solchen elektronischen Regler das Funktionieren der Rückstrom-Abschaltung messen? Und spielt das überhaupt ’ne Rolle? Was kann sonst noch im Argen liegen? Ach so, die Typbezeichnung meiner LiMa lautet, glaube ich, E3L. Hersteller? Na, wer wohl?!
Grüße an alle Engländer-Treiber, insb. natürlich an die Matchless- und AJS-Fraktion - Jan
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Servus, wenn sich kein Gescheiterer meldet:
Hast Du schon mal geschaut, ob die Lima innen richtig angeschlossen ist? Nach Lucas-Art regelt man über Feldeingang, nach Bosch-Art und den meisten elektronischen Regler (die ich kenne, aber das sagt nix) über Feldmasse.
Schau mal, wie Deine alte Lima verdrahtet war, (die zwei Kohlen und die Feldwicklung)und kontrollier das bei der neuen.
Ich geh mal in die Werkstatt, mach mich schlau mit einer Lucas Lima, und wennst Fragen hast, schreib mich direkt an.
Weil man muß auch kontrollieren, ob die Lima für Deine Drehrichtung geschaltet ist.
Hab mich schon länger nicht damit beschäftigt, muß mich erst wieder eindenken.Und ob genug Restmagnetismus vorhanden ist.
Eins noch: Wenn sich der Anker ausgelötet hat, ist meiner Meinung nach nicht "nur" die Lima schuld.Regler, Batterie, Kabelkurzschluß? Der ganze englische Sch...Dreck hängt wie in einer Dreierbeziehung untrennbar zusammen. Was glaubst, von wo ich meine weissen Haare habe?
Grüsse
Hast Du schon mal geschaut, ob die Lima innen richtig angeschlossen ist? Nach Lucas-Art regelt man über Feldeingang, nach Bosch-Art und den meisten elektronischen Regler (die ich kenne, aber das sagt nix) über Feldmasse.
Schau mal, wie Deine alte Lima verdrahtet war, (die zwei Kohlen und die Feldwicklung)und kontrollier das bei der neuen.
Ich geh mal in die Werkstatt, mach mich schlau mit einer Lucas Lima, und wennst Fragen hast, schreib mich direkt an.
Weil man muß auch kontrollieren, ob die Lima für Deine Drehrichtung geschaltet ist.
Hab mich schon länger nicht damit beschäftigt, muß mich erst wieder eindenken.Und ob genug Restmagnetismus vorhanden ist.
Eins noch: Wenn sich der Anker ausgelötet hat, ist meiner Meinung nach nicht "nur" die Lima schuld.Regler, Batterie, Kabelkurzschluß? Der ganze englische Sch...Dreck hängt wie in einer Dreierbeziehung untrennbar zusammen. Was glaubst, von wo ich meine weissen Haare habe?
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Hallo Wilhelm,
Du hast den Nagel auf den Kopf getroffen. Nachdem ich das eine Kabel des Feldes von Masse (also Minuspol, da "negative earth"!) auf D+ umgelegt habe, schlug der Amperemeter wieder nach Plus aus. Das meinte also der Verkäufer, als er betonte, die LiMa sei "Lucas-wired". Das andere (reglerseitige) Kabel des Feldes stellt ja ebenfalls einen Minuspol dar, und von - nach - fließt nun mal kein Strom...
Genau wie Du sagtest, bin ich beim Betrachten meiner alten LiMa (und diverser Schaltpläne) drauf gekommen. War dann noch ’n richtig schöner Werkstattabend gestern - so mit ’nem funktionierenden Motorrad.
Du hast recht, der Ursache für das Auslöten der alten LiMa muss ich auch noch auf den Grund gehen. Vielleicht lasse ich sicherheitshalber mal den Regler durchmessen - oder wie kann ich das selber machen? (Reicht ein Multimeter?)
Thanks for help, man!
Du hast den Nagel auf den Kopf getroffen. Nachdem ich das eine Kabel des Feldes von Masse (also Minuspol, da "negative earth"!) auf D+ umgelegt habe, schlug der Amperemeter wieder nach Plus aus. Das meinte also der Verkäufer, als er betonte, die LiMa sei "Lucas-wired". Das andere (reglerseitige) Kabel des Feldes stellt ja ebenfalls einen Minuspol dar, und von - nach - fließt nun mal kein Strom...
Genau wie Du sagtest, bin ich beim Betrachten meiner alten LiMa (und diverser Schaltpläne) drauf gekommen. War dann noch ’n richtig schöner Werkstattabend gestern - so mit ’nem funktionierenden Motorrad.
Du hast recht, der Ursache für das Auslöten der alten LiMa muss ich auch noch auf den Grund gehen. Vielleicht lasse ich sicherheitshalber mal den Regler durchmessen - oder wie kann ich das selber machen? (Reicht ein Multimeter?)
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Freut mich, daߑs funzt.
Messen und Regler überprüfen:1)Alles einbauen und antreten.Volle Batterie einbauen. 2) Mit Amperemeter überprüfen, ob die Batterie aufgeladen wird. Dann Voltmeter an die "D" Klemme hängen. Soll nicht über 7,5 Volt steigen. Obs bei deinem Regler was zum Einstellen gibt? Regler sind nicht meine Stärke. Ich verwend elektronische Regler, die sind so idiotensicher, daß sogar ich nix kaputtmachen kann. Die stell ich mit dieser Methode am Potentiometer auf 7 Volt an der D-Klemme ein von wegen Gelbatterien, und eine Ruh ist. Ist die Batterie in Ordnung? Bedenke, Deine Lima liefert nur 60 Watt. Batterie kaputt, zerstört Regler und/oder Lima. Regler kaputt, zerstört Lima und/oder Batterie. Lima kaputt, zerstört Regler und Batteri. Merke: Alles zerstört alles. Scheiss - Engländer, die arbeiten immer nach diesm System. Aber als Twin-Besitzer bist sicher Leiden gewöhnt.
Grüsse
Messen und Regler überprüfen:1)Alles einbauen und antreten.Volle Batterie einbauen. 2) Mit Amperemeter überprüfen, ob die Batterie aufgeladen wird. Dann Voltmeter an die "D" Klemme hängen. Soll nicht über 7,5 Volt steigen. Obs bei deinem Regler was zum Einstellen gibt? Regler sind nicht meine Stärke. Ich verwend elektronische Regler, die sind so idiotensicher, daß sogar ich nix kaputtmachen kann. Die stell ich mit dieser Methode am Potentiometer auf 7 Volt an der D-Klemme ein von wegen Gelbatterien, und eine Ruh ist. Ist die Batterie in Ordnung? Bedenke, Deine Lima liefert nur 60 Watt. Batterie kaputt, zerstört Regler und/oder Lima. Regler kaputt, zerstört Lima und/oder Batterie. Lima kaputt, zerstört Regler und Batteri. Merke: Alles zerstört alles. Scheiss - Engländer, die arbeiten immer nach diesm System. Aber als Twin-Besitzer bist sicher Leiden gewöhnt.
Grüsse
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Für alle, die das gleiche Problem haben:
Am einfachsten geht man so vor, daß man den einen Anschluß der Erregerwicklung an Batterie + und den anderen an Batterie - anschließt und die Mühle laufen läßt. Dann prüft man, an welcher Kohle + und an welcher - anliegt.
Damit ist geklärt, welche Strippe der Lima an welche vom Rest der Elektrik angeschlossen gehört. Wenn man das nicht für Stunden angeschlossen läßt, passiert überhaupt nichts, dafür sind die Wicklungen ja ausgelgt, weil bei niederer Drehzahl (z.B. im Ortsverkehr) die Erregerwicklung ohnehin vollen Saft bekommt.
Als sehr gut verwendbar haben sich übrigens die ganz einfachen Bosch-Regler erwiesen. Da ist zwar nicht mal eine Ladekonrolleuchte vorgesehen, aber die Dinger kosten nicht die Welt und tun ihren Dienst.
Gruß
Hans
Am einfachsten geht man so vor, daß man den einen Anschluß der Erregerwicklung an Batterie + und den anderen an Batterie - anschließt und die Mühle laufen läßt. Dann prüft man, an welcher Kohle + und an welcher - anliegt.
Damit ist geklärt, welche Strippe der Lima an welche vom Rest der Elektrik angeschlossen gehört. Wenn man das nicht für Stunden angeschlossen läßt, passiert überhaupt nichts, dafür sind die Wicklungen ja ausgelgt, weil bei niederer Drehzahl (z.B. im Ortsverkehr) die Erregerwicklung ohnehin vollen Saft bekommt.
Als sehr gut verwendbar haben sich übrigens die ganz einfachen Bosch-Regler erwiesen. Da ist zwar nicht mal eine Ladekonrolleuchte vorgesehen, aber die Dinger kosten nicht die Welt und tun ihren Dienst.
Gruß
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Hallo Hans und Wilhelm und all die anderen,
leider lädt meine LiMa entgegen der ersten euphorischen Rückmeldung doch nicht bzw. nicht mit voller Leistung. Nachdem die Kohlen der Erregerwicklung (Anker) eigentlich korrekt und eindeutig angeschlossen sind, habe ich noch den Anschluss F der Feldwicklung bzw. die interne Schaltung des Reglers in Verdacht. (Ich hatte ja F von Masse auf D+ umgelegt.)
Kann es sein, dass unterschiedliche Verdrahtungstypen für Regler existieren (so nach dem Motto "british pattern" vs. "continental type")? Die LiMa habe ich ja extra mit dem Hinweis "Lucas wired" verkauft bekommen.
Ich habe auf diversen Schaltplänen (wohlgemerkt immer mit Minus an Masse!) gesehen, dass der Anschluss F manchmal zusammen mit der Minus-Kohle der Ankerwicklung an Masse liegt, dann wieder zusammen mit der Plus-Kohle an D+. Ist das evtl. der Unterschied zwischen Nebenschluss- und Hauptschluss-Generator? Habe ich mit Feld an D+ meine Ströme fälschlicherweise parallel statt in Reihe geschaltet?
Fragen über Fragen, aber ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben...
leider lädt meine LiMa entgegen der ersten euphorischen Rückmeldung doch nicht bzw. nicht mit voller Leistung. Nachdem die Kohlen der Erregerwicklung (Anker) eigentlich korrekt und eindeutig angeschlossen sind, habe ich noch den Anschluss F der Feldwicklung bzw. die interne Schaltung des Reglers in Verdacht. (Ich hatte ja F von Masse auf D+ umgelegt.)
Kann es sein, dass unterschiedliche Verdrahtungstypen für Regler existieren (so nach dem Motto "british pattern" vs. "continental type")? Die LiMa habe ich ja extra mit dem Hinweis "Lucas wired" verkauft bekommen.
Ich habe auf diversen Schaltplänen (wohlgemerkt immer mit Minus an Masse!) gesehen, dass der Anschluss F manchmal zusammen mit der Minus-Kohle der Ankerwicklung an Masse liegt, dann wieder zusammen mit der Plus-Kohle an D+. Ist das evtl. der Unterschied zwischen Nebenschluss- und Hauptschluss-Generator? Habe ich mit Feld an D+ meine Ströme fälschlicherweise parallel statt in Reihe geschaltet?
Fragen über Fragen, aber ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben...
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