K2F

+ an Masse? Hier alles zu Elektrik und falsch fließendem Strom
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Nörtn ut stall
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Re: K2F

Beitrag von Nörtn ut stall »

Moin Wilhelm,
Darf ich jetzt mal fragen: Was haben die Pappsterne mit der Masse der Mittelschraube - Eurer/Deiner Meinung - nach zu tun?
Die Pappsterne dienen als Isolator gegenüber der vorderen und hinteren Lagerschale. Kohleölfeuchtigkeitsmansche kann wie bei meinem K2F die Isolation aufheben (wandern in die Pappsternritzen).

Bei mir ist es so, dass die MS über die Armature Massekontakt hat; jedoch in der Trägerplatte mit einem (wohl) Fiberring gegen die Masse der Grundplatte isoliert wird (werden soll). Der Kopf der MS liegt bei mir jedoch auf dem isolierten Teil (feststehender Z-Kontaktteil) auf. Insofern verstehe ich das nicht so ganz die Fiberisolierung und dann doch die Masseverbindung der MS via Armature. Was soll das ? Mittlerweile gehe ich davon aus dass der Pappstern der hinteren Lagerschale keine vernünftige Isolierung abgibt obwohl ich das auf Durchgang geprüft habe. Oder Fehler bei der Messung.

Da ich den K2F rausschmeißen werde, ist das ganze für mich eh egal.

Gruss

Nörtn
8)
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Tim
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Re: K2F

Beitrag von Tim »

Nörtn ut stall hat geschrieben: Bei mir ist es so, dass die MS über die Armature Massekontakt hat....
Schonmal den Killschalter ueberprueft? Die "Mittelschraube" in meinem K2F hat eine Kohle drin, die mit Feder auf die lange, duenne Befestigungsschraube des Unterbrechers gedrueckt wird. Die Schraube mit Kohle ist gegen den Deckel isoliert.Daran baumelt das weisse Kabel zum Cut-out. Wenn Du zwischen dieser Schraube und dem Rotor eine elektrische Verbindung hast, ist das so gewollt. Wenn Du zwischen Masse und der Kohle Verbindung hast, funkt der nicht mehr, weil sich keine Zuendspannung aufbauen kann.

Aber hast schon recht, lieber Elektronik ... ;-)


Tim
1946 Indian Chief-1956 Norton Dommie-1970 Norton Commando Roadster-1972 HD FLH1200 Electra Glide-1972 Norton Commando
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jan
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Re: K2F

Beitrag von jan »

Wiener Wilhelm hat geschrieben:
jan hat geschrieben:
Nörtn ut stall hat geschrieben:wie ist das eigentlich mit der Mittelschraube. Darf die Masseverbindung haben ?
Also, das Thema hatten wir doch schon durch, oder?! Stichwort "Pappsterne" und so...
Darf ich jetzt mal fragen: Was haben die Pappsterne mit der Masse der Mittelschraube - Eurer/Deiner Meinung - nach zu tun?
Du hast recht - erst mal gar nix. Aber das übergeordnete Thema war "Masseschluss im Magneten", und da finden dann die Pappsterne und die Mittelschraube irgendwie wieder zusammen. Und ich bilde mir ein, wir hätten das alles in diesem ewig-langen Fred schon irgendwo verwurstet... :-k
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Norton
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Re: K2F

Beitrag von Norton »

@Atlas750

Wenn die Antriebskette zum Zündungsläufer ca 4-5 mm Kettenspiel bei kaltem Motor hat, sind das nie und nimmer 5°, nicht mal auf der Kurbelwelle. Bei warmen Motor geht das dann sowieso gegen null. Wenn das so wäre, würde man beim Anblitzen den springenden Zündzeitpunkt sehen. Wenn sich da so viel Luft eingeschlichen hat, kommt die woanders her. Laufspiel in der Welle, zerklapperter Fliehkraftregler, gelängte bzw ungleichmäßig gelängte Steuerkette etc. Zum anderen, auch der Steuerkette zur Nockenwelle muß man etwas Kettenspiel lassen, samt Kettenspanner. Wo ist also der Unterschied?
An meinem Motorrad sieht man lediglich bei Leerlaufdrehzahl einen leicht springenden Zündzeitpunkt, vielleicht zwei Kurbelwellengrade, bei etwas mehr Drehzahl steht der Zündzeitpunkt
Die Manxen hatten alle eine Kette zum Magneten. Wäre das ein Problem gewesen, und man hat bei diesen Motoren nichts unversucht gelassen um an Leistung zu gelangen und ein nicht exakt sitzender Zündzeitpunkt ist ein Grund für Leistungsverlust, hätte man nach einer anderen Lösung gesucht. Nicht anders bei Goldies, Boyracer etc.

Du hast auch noch einen Riesenmagneten in Form deines Limarotors in unmittelbarer Nähe, dazu den Eisenkörper des Stators, was sich da nicht alles zusammen induziert. Vorsicht!

Gruß. Martin.


....und sei dir mal über eines sicher. Meine Anspüche sind hoch!
Jung sein ist keine Frage des Alters.
Helmut

Re: K2F

Beitrag von Helmut »

Also, Goldies haben einen Zahnradsatz zum Antrieb des Magnetzünders mit +/-3 Zahnflankenspielen von insgesamt ca. 1,5 mm auf den Umfang des Magdyno-Antriebsrades bezogen. Da ist alles andere als ungenau. Die Jungs hätten alle Manxen und Boyracer damit abgeledert - hatten nur zu wenig Geld dafür.


Cheers Helmut
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Tim
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Re: K2F

Beitrag von Tim »

Norton hat geschrieben: Wenn die Antriebskette zum Zündungsläufer ca 4-5 mm Kettenspiel bei kaltem Motor hat, sind das nie und nimmer 5°, ...
5° Drehspiel ist so gut wie nix an der Kette, jedenfalls keine 4-5mm Kette. Das ist grade mal 1/72 Vollkreis, stell es Dir einfach bildlich vor.
nicht mal auf der Kurbelwelle. Bei warmen Motor geht das dann sowieso gegen null.
Du hast ja Gottvertrauen. Aber als Mann der Praxis ist es Dir natuerlich in Fleisch und Blut uebergegangen, die Waermedehnung eines recht komplex geformten Alu-Kurbelgehaeuses gegen die einer Stahl-Rollenkette abzuschaetzen, selbstverstaendlich unter Beruecksichtigung der paar Zehntel Spiel, die das Mag-Gehaeuse im Kurbelgehaeuse hat. Nee, schon klar... ;-)
Wenn das so wäre, würde man beim Anblitzen den springenden Zündzeitpunkt sehen.
Ich hab noch nie versucht, die Kiste abzublitzen, wenn wechselnde Last drauf war etc. - und deswegen schliesse ich auch nicht aus stationaerem Abblitzen, dass der Kettentrieb unter allen Umstaenden fehlerfrei funktioniert. Sorry, aber ich trau einen Kettentrieb ohne Spanner im Leertrumm nicht wirklich sonderlich weit.
Wenn sich da so viel Luft eingeschlichen hat, kommt die woanders her.
Es ist nicht viel Spiel. Nur hat wenig Spiel viel Wirkung an der Stelle.
Laufspiel in der Welle, zerklapperter Fliehkraftregler, gelängte bzw ungleichmäßig gelängte Steuerkette etc.
Noe. Alles neu. Und die AAU hab ich nie gefahren, sondern ein starres Ritzel - Mag replacement halt. Die AAU ist auch eher ein Schaetzeisen, da hat Dynodave mal ein sehr schoenes Diagram zu gemacht, wie sich Verschleiss und Schmierung auf die Kurve auswirken.
Zum anderen, auch der Steuerkette zur Nockenwelle muß man etwas Kettenspiel lassen, samt Kettenspanner. Wo ist also der Unterschied?
Die Steuerkette zur NW kann sich dank des Spanners nicht so aufschaukeln. Hast Du mal einen Kettentrieb in Resonanz gesehen?
An meinem Motorrad sieht man lediglich bei Leerlaufdrehzahl einen leicht springenden Zündzeitpunkt, vielleicht zwei Kurbelwellengrade, bei etwas mehr Drehzahl steht der Zündzeitpunkt
Wie gesagt, beim statischen Abblitzen. Nicht sehr ueberzeugend.
Die Manxen hatten alle eine Kette zum Magneten. Wäre das ein Problem gewesen, und man hat bei diesen Motoren nichts unversucht gelassen um an Leistung zu gelangen und ein nicht exakt sitzender Zündzeitpunkt ist ein Grund für Leistungsverlust, hätte man nach einer anderen Lösung gesucht. Nicht anders bei Goldies, Boyracer etc.
Genau, die haetten ja auch einfach mal ein paar Jahrzehnte Entwicklungsgeschichte ueberspringen koennen..... schon klar. Schon komisch, dass diese schoenen alten Motoren samt und sonders mit Leistungszuwachs reagieren, wenn man ihnen den Funken hochgenau elektronisch serviert. Und auch echt seltsam, dass keiner mehr in dem neumodischen Kram Ketten und Zahnraeder nutzt, um Zuendmagneten anzutreiben - wenn's doch genau so gut ist.

Glaubst Du eigentlich im Ernst, dass es besser oder gleichwertig ist, ueber die beschriebene Mechanik einen Zuendling anzutreiben als eine Elektronik direkt vom Ort des Geschehens abgreifen zu lassen, oder widersprichst Du nur, weil Du nicht verknusen kannst, dass ich Dein Ventil nicht mag? ;-)
Du hast auch noch einen Riesenmagneten in Form deines Limarotors in unmittelbarer Nähe, dazu den Eisenkörper des Stators, was sich da nicht alles zusammen induziert. Vorsicht!
*abwink* Laengst geklaert, die befragten Experten - u.a. der Hersteller der Elektronik - sind da recht entspannt. Zwischen LiMa und Geberrad ist ein 25m-Belt, unmittelbare Naehe ist magnetisch gesehen eh was anderes. Die Magnete auf dem Geberrad laufen zudem synchron mit dem Magnetfeld des Rotors, und da die Elektronik nicht das Vorhandensein eines Magnetfelds, sondern die Groesse seiner Aenderung auswertet, ist das eine reine Abstimmungsfrage des Sensors - da mach ich mir wesentlich weniger Sorgen. Das Geberrad ist eh aus Alu, und zur allergroesten Not kann man den Pickup auch noch mit µmetal abschirmen.

....und sei dir mal über eines sicher. Meine Anspüche sind hoch!
Ach, Du baust ab sofort nur noch Rueckschlagventile auf die Druckseite? Kuhl....SCNR


Tim
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