Erfahrungen mit Sachse-Zündung

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Erfahrungen mit Sachse-Zündung

Beitragvon Phil » Samstag 11. Juni 2016, 17:31

Hallo Leute,

ich schreib' mal wieder was.... Leider ist es nicht allzu positiv.

Ich hatte ja letzten Oktober hier über eine neue Zündung für den Triple schwadroniert, dann eine Sachse gekauft, und im Mai hatte ich sie dann eingebaut.

Auf die Gefahr hin, mich hier unbeliebt zu machen, möchte ich Euch an meinen Erfahrungen mit der Zündung, eher aber noch mit den Sachse-Leuten teilhaben lassen.

Klaro mag es so sein, dass ich mich blöder als der normale Kunde angestellt habe beim Einbau, völlig sicher ist der Triple auch meine persönliche Nemesis.

Ich schrub nach dem nicht unproblematischen Einbau der Zündung am 21.05.2016 an die hochoffizielle Emailadresse des Herstellers das Folgende:

Hallo Leute,

so, jetzt habe ich letztendlich die Zündung samt dem Moped doch noch ans Laufen bekommen. Allerdings hatte ich zwischenzeitlich schon ziemlichen Frust geschoben. Meine Hilfemail von gestern an xxx blieb leider unbeantwortet.

In meiner Rechnung zur Zündung xxx steht der Verweis auf die Anbauanleitung unter http://www.elektronik-sachse.de. Soweit so gut, die Anleitung ist gut zu finden und einfach aufgebaut.

Allerdings ist die derzeit auf der HP vorhandene Anleitung irreführend, bzw. der Anschlussplan auf der Seite ‚Elektrischer Anschluss’ ist schlicht falsch. Hier ist deutlich beschrieben, dass die Zündspule des mittleren Zylinders auf Klemme 12, die des rechten auf Klemme 1 zu erfolgen hat. Damit läuft das Ding aber nicht. Richtig ist die Klemme 1 für die Spule des mittleren Zylinders, die des rechten auf Kl.12. Weil nur so läuft das an.

Prinzipiell richtig ist die Seite ‚Einstellung’ zu dem Thema, hier wird beschrieben, der Klemme 12 der Spule des als nächstem auf OT zulaufenden Zylinders zuzuordnen. Aber mal ehrlich, wer macht das denn so, wenn eine Seite vorher die Zuordnung zu den Klemmen en détail ausgeführt ist? Ich für meinen Teil habe nach Schaltplan aufgeklemmt, den ZZP für den linken Zylinder eingestellt, und dann nahm das Drama seinen Lauf. Die ganze Show hat mich 5 Stunden meines Lebens gekostet.

Daher meine dringende Bitte: bringt das auf Eurer HP umgehend in Ordnung und stellt den Klemmenplan richtig, in beiden Versionen deutsch und englisch. Apropos, die Einbauanleitungen unterscheiden sich eh von der deutschen auf die englische Version. Stellt auch klar heraus, dass die alten Einbauleitungen mit den Lichtschranken nicht mehr passen. Damals war der rechte Zylinder die Referenz, nicht der linke. Wahrscheinlich kommt die Anschlussbelegung auch noch von der Lichtschrankenversion, die Bezeichnungen der Klemmen 4, und 6 weisen darauf hin.

Der nächste Punkt, den Ihr ändern solltet, ist der Anschluss. Der Systemstecker ist durch die benötigte Klemmenanzahl zu klein, um hier 1,5 mm²-Kabel mit Endhülsen zu montieren. Zieht doch einen kleinen Kabelstrang für die Spulen und die Stromversorgung raus, den man mit Japansteckern versieht, und den Systemstecker macht Ihr kleiner und schließt nur die Kabel vom Pickup an.

Von den Boyer-Zündungen von Ernie Bransden bin ich gewohnt, dass die Stecker unzureichend bzw. von einem brauchbaren Standard weit entfernt sind, meine Erwartung an die Sachse-Zündung war hier eine andere.

Ich hatte mich bewusst für Eure Zündung entschieden, gegen eine Trispark, Pazon oder Boyer. Vor dem Hintergrund des Steckergefummels und der Anschlussschwierigkeiten weiß ich heute nicht, ob ich das nochmal so entscheiden würde.

Es bleibt abzuwarten, wie und ob sich die Zündung im Betrieb bewährt.

Eine Rückmeldung auf meine Mail würde ich gerne erhalten.

Besten Gruß

ich


Und jetzt ratet, was in der Zwischenzeit passiert ist... :-k Korrrrrrrrrrrrrrrrrekt, nix, nada, niente. :pfeiffen: Nein, das ist eigentlich nicht ganz korrekt, es kam zwei Tage nach der in meinem Geschreibsel erwähnten Hilfemail eine Antwort:

wir melden uns morgen

Meine Antwort darauf war:

Danke, aber es hat sich erledigt, ich hab' den Fehler gefunden und dazu eine etwas längere Mail an xxx geschickt.

Seither nichts mehr.... Also hab' ich heute nochmal eine Mail an die lieben Leute geschrieben, ich gehe aber davon aus, dass auch hier keine Rückmeldung dazu erfolgt. Nichtsdestotrotz möchte ich Euch ebenso an meiner zweiten Mail an Sachse teilhaben lassen.

Hallo Leute,

Hut ab! Eins muss man Euch schon lassen, Ihr habt ein dickes Fell.

Es scheint niemanden bei Euch zu interessieren, ob die (zahlende) Kundschaft Schwierigkeiten mit Euren Produkten hat oder Rückmeldung zu Fehlern oder gar Verbesserungsvorschläge gibt.

Ihr stellt Euch einfach tot, obwohl ich um eine Rückmeldung gebeten hatte. Well done, wie der Angelsachse sagen würde. Ein Ausdruck von höchster Kundenorientierung.

Die Zündung ist jetzt wieder draußen, weil sie echt keinen Spaß macht. Das Ding ist dermaßen fummelig einzustellen, und die statische Einstellung taugt nur zum Anstarten, weil um den OT rum recht wenig Hub mit viel Kurbelwinkel stattfindet. Das Stroboskop zeigt einem dann, wie weit daneben man gelegen hat. Eine einfache Langlochlösung wie von Pazon, Boyer oder Trispark würde einem dann weiterhelfen, bei der Sachse muss man dann fummelige Inbusmadenschrauben lösen. Nee, professionell geht anders.

Zum Glück gibt es einen Markt für die Zündung, will sagen, man kann das Ding gebraucht verkaufen. Wenn auch mit Verlust, aber das ist sekundär. Ich mag so ein Produkt an keinem meiner Motorräder haben.

Warum die Sachse-Zündungen einen guten Ruf haben, das verstehe ich nicht, muss ich aber auch nicht. Fakt ist, dass ich zu keinem Zeitpunkt mehr ein Produkt Eures Hauses werde kaufen oder verbauen.

Und Eure legendäre Kundenorientierung werde ich jedem kund tun, mit dem das Gespräch auf Nachrüst-Elektronikzündungen, Regler etc. kommt.

Habt weiterhin Spaß mit allen, die Euch als Kunden, oder besser als Opfer, erhalten bleiben.

Grüße

ich



FWIW, bzw. es mag sich jeder seinen eigenen Reim darauf machen. Ich weiß jetzt zumindest, wo ich persönlich nichts mehr kaufen werde.

Besten Gruß

Ph.

PS: Sorry für den hohen Buchstabenverbrauch
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Re: Erfahrungen mit Sachse-Zündung

Beitragvon holsteiner » Samstag 11. Juni 2016, 18:06

Moin Phil,
ich habe das Geberset von Sachse (Hallgeber) in meine Commando eingebaut und hatte keine Probleme mit der Einstellerei. OK; man muss mit dem Mini-Inbusschlüssel mit Gefühl an die Sache rangehen, aber ich hatte den richtigen Punkt recht schnell gefunden.
Als Zündbox verwende ich die Ignitech, aber das ist natürlich für die Einstellerei wurscht.
Das mit der fehlerhaften Beschreibung ist natürlich Murks.
Und die Nichtreaktion umso mehr.
Grüße, Detlev

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Re: Erfahrungen mit Sachse-Zündung

Beitragvon Uli » Samstag 11. Juni 2016, 21:02

Oh Mann, Phil.
Das ist ja nicht gerade erheiternd und kann ich gut nachvollziehen.
Die guten Erfahrungen der Sachse-Besitzer hier sind wohl noch aus der Zeit, als Herr Sachse noch am Leben war und auch telefonisch gut erreichbar.
Auch auf Mails habe ich von ihm immer prompt und umfassend Antwort bekommen. Wie das jetzt unter neuer Regie läuft, weiß ich nicht, da meine Zündung seitdem tut wie sie soll. Deine Erfahrung spricht aber nicht gerade für die Knaben... :-k
Die Verstellung des Geberrings ist aber echt doof gelöst. Ich hielt das für eine Interims-Lösung, weil ich erst die Lichtschranke drin hatte, aber nach Problemen damit von Sachse himself die damals neue Magnetlösung bekam. Der ZZP war dann relativ schnell gefunden, scheints ist das bei den Twins nicht so kapriziös. Ein Kumpel hat die in seiner Morini verbaut, auch sehr zufrieden.
Aber wenn ich da nochmal ran muss (die Steuerkette müsste bald mal gespannt werden, glaube ich), lege ich mir garantiert eine kleine Rundfeile zurecht...


Ich für meinen Teil bin von Boyer-Bransden geheilt. 3 Kilometer Schieben reichen für den Rest meines Motorradfahrer-Daseins. :lach:
Bei wem die funktioniert: Glück auf!
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Re: Erfahrungen mit Sachse-Zündung

Beitragvon Öko » Sonntag 12. Juni 2016, 17:36

Kleiner Tip zum ZZP einstellen.
Ich ziehe die Inbusschraube mit Geberrad nur sachte ran bis der optimale ZZP gefunden ist, da ich so leicht Richtung vor oder zurück stellen kann ohne die Position der Grundplatte zu verändern.
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Re: Erfahrungen mit Sachse-Zündung

Beitragvon Uli » Sonntag 12. Juni 2016, 18:51

Wenn man aber die Grundplatte in Langlöchern verdrehen könnte (was eigentlich Vorkriegstechnik wäre :roll: ), könnte man den ZZP bei laufendem Motor während des Abblitzens ganz simpel spot on einstellen. Aber so ist es ein doofes Gefummel, der eigentlich gut gemachten Zündung nicht würdig.
Aber es sind ja meistens die Kleinigkeiten, die einem den Tag vermiesen...
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Re: Erfahrungen mit Sachse-Zündung

Beitragvon Öko » Sonntag 12. Juni 2016, 19:53

Richtig...jedoch wird das kleine Gewinde im Alu mit den Jahren nicht besser, und wenn es mir "yes Sir" angesprochen werden darf erst recht.
Die Zündung einstellen ist doch an sich nicht der große Akt..das man sich dadurch den Tag vermiesen kann.
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Re: Erfahrungen mit Sachse-Zündung

Beitragvon Martin » Sonntag 12. Juni 2016, 20:57

Öko hat geschrieben:Richtig...jedoch wird das kleine Gewinde im Alu mit den Jahren nicht besser, und wenn es mir "yes Sir" angesprochen werden darf erst recht.
Die Zündung einstellen ist doch an sich nicht der große Akt..das man sich dadurch den Tag vermiesen kann.

Na ja. Die Einstellung ein Mal gemacht sollte eigentlich lange Zeit Ruhe garantieren. Wenn das Gewinde 3 bis 5 mal anziehen nicht aushält im Leben, hätte es kein Gewinde werden dürfen.
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Re: Erfahrungen mit Sachse-Zündung

Beitragvon Uli » Sonntag 12. Juni 2016, 21:20

Öko hat geschrieben:edoch wird das kleine Gewinde im Alu mit den Jahren nicht besser,


Welches Gewinde meinst du? :gruebel:
Diejenigen, die die Grundplatte halten oder diejenigen der mickrigen Madenschräubchen im Geberrotor?
Das ist doch Banane... :mrgreen:
Soviel Gefühl sollte man eigentlich in den Fingern haben, wenn man eine Zündung selber einbaut.
Natürlich kann man so, wie es ist, einstellen; den Tag vermiest man sich auch nicht damit (vielleicht beim Dreizack).
Elegant geht aber definitiv anders.
Das wollte ich zum Ausdruck bringen, nicht mehr und nicht weniger. 8)

An Phil:
Was ich noch fragen wollte: Was war jetzt eigentlich der genaue Grund, warum du die Sachse wieder rausgeworfen hast?
Hattest du im Fahrbetrieb Probleme damit oder war es wirklich "nur" der Ärger über die fummelige Einstellung und die "Kundenorientierung"?
Das kam für mich jetzt irgendwie nicht so ganz rüber... :-k
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Re: Erfahrungen mit Sachse-Zündung

Beitragvon Björn HH » Montag 13. Juni 2016, 14:40

Also…
Ich fahre die Sachse Zündung seit ca. 2010 oder 11, und seit dem habe ich eigentlich immer ziemlich ruhe mit der Geschichte gehabt.
Letztes Jahr fing es immer mal wieder mit kleinen Wackelkontakten an der Zündbox an, und dann mit großem KNALL immer ein komplett Ausfall…
-lustig, auf plattem Lande im verschlafenen Dorf so die Leute aufzuwecken bzw. zu verwirren… oder spät abends im dunkeln auf dem Rückweg vom Stammtisch, geht sie einfach aus wie abgeschaltet oder immer wenn die Freundin aufsteigen will… hi hi hi.
Nun nach Motorüberholung und Zündung wieder neu einstellen musste ich beim Abblitzen schon ein kleinwenig feinjustieren… fand ich aber gar kein Problem (läuft echt geil seitdem)

Hab mir jetzt bei Marco Patzer (Sachse Elektronik) eine neue Steckerleiste geordert. Was auch völlig prompt und unkompliziert von sich geht (Samstag geordert heute die mail das es nach Geldeingang sofort zugesandt wird)

-Ich kann kein bisschen über die Firma meckern.

mfg
Björn
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Re: Erfahrungen mit Sachse-Zündung

Beitragvon commando850 » Montag 13. Juni 2016, 15:00

Hallo, war heute bei Sachse und muss sagen alles top gelaufen. Marco Patzer ist ein sehr netter Typ und fand die Lucas Replacement Box so gut
das er sie wahrscheinlich demnächst auch anbietet, zumal die Sachse-Geberplatte plus Pickup wie gemacht dafür ist. Total simpel einzustellen,
lediglich ein Zylinder auf OT stellen, Pickup drehen bis die LED leuchtet, fertig und die Madenschrauben festziehen. Werde nächste Woche ein
paar Bilder hochladen.
PS: Preiswert war es auch noch, viel billiger als UK Ware....und wenn mal was ist ein Anruf oder kurz hinfahren.
Gruß...Robert
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Re: Erfahrungen mit Sachse-Zündung

Beitragvon Tim » Montag 13. Juni 2016, 15:23

commando850 hat geschrieben:... Lucas Replacement Box ...


:-k Watt'n datt?


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Re: Erfahrungen mit Sachse-Zündung

Beitragvon Martin » Montag 13. Juni 2016, 16:53

Rita?
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Re: Erfahrungen mit Sachse-Zündung

Beitragvon Phil » Montag 13. Juni 2016, 17:57

Uli hat geschrieben: ....
An Phil:
Was ich noch fragen wollte: Was war jetzt eigentlich der genaue Grund, warum du die Sachse wieder rausgeworfen hast?
Hattest du im Fahrbetrieb Probleme damit oder war es wirklich "nur" der Ärger über die fummelige Einstellung und die "Kundenorientierung"?
Das kam für mich jetzt irgendwie nicht so ganz rüber... :-k

Hoi Uli,

nun, das Ding habe ich eingebaut, weil ich einen Triple haben wollte, der auf den Knopf anläuft. Das machte sie mit dem Madigan-Starter und der Sachse, solange die Batterie knallevoll war, sprich sie vom Ladegerät kam. Das kann sie aber auch mit der Boyer.
Das Ding lief an, aber sobald sie warm war , lief sie eher schlecht im Leerlauf. Und sie ist sehr heiß gelaufen, obwohl die Zündung vielleicht 2° zu spät stand, per Stroboskop geprüft. Die letzten beiden Grade dann hinzuwurschteln, das war mir echt zu fummelig. Im Fahrbetrieb war sie nicht besser und nicht schlechter als eine Boyer, sprich, das Ding hat die Funken gebracht, so dass das Moped lief und Leistung hatte.

Im Endeffekt lag der beschissene Leerlauf nicht an der Sachse-Zündung, aber wie schon gesagt, ich finde das Einstellungsprozedere extrem schlecht gelöst und unpraktisch. Wie ich den Patzers schrub, professionell geht anders.
Ich habe das Ding mit normalen 1,5 mm²-Kabeln verbaut. Das ist das Standard-Kabel, und die Patzers sagen auf ihre HP, dass 0,75 mm ²-Kabel das Minimum seien. Da passt ja meine Wahl im Prinzip, dachte ich zumindest... :facepalm2: Jetzt isses aber so, dass der Systemstecker, wie sie das nennen, so klein ist, dass man da die 1,5-er Kabel mit Aderendhülse nicht rein bekommt. Also musst Du entweder ein anderes Kabel nehmen, oder Du zwickst eben einzelne Drähte aus dem Litzenbündel des 1,5-er ab. Total toll und ungeheuer professionell. Mal ehrlich, sind diese Schraubklemmen denn wirklich für KFZ-Elektrik geeignet? Das ist doch im Endeffekt das gleiche Niveau wie Lüsterklemmen, n'est-ce pas?
Vielleicht gehen die 1,5 mm²-Kabel an den Twin-Systemsteckern, schabbkeinenplan... Beim Triple geht es nich'....

Weißt Du, ich bin ja froh, dass es einen Markt für die Dingers gibt und ich die Zündung wieder los bin. Aber ich mag von den Sachse-Nachfolgern nichts an meinen Mopeds haben. Echt nix, wenn ich irgendwann mal ein Möp kauf, wo was von diesen Schustern verbaut ist, dann fliegt das raus und ins I-Bäh oder in den Schrott.

Die super-kundenfreundliche Reaktion der Patzers setzt dem noch die Krone auf, aber den Entschluss zum Ausbau und Verkauf hatte ich schon früher.

Whatever, jeder, wie er mag. Ich bin recht undogmatisch, was andere Leute angeht. Wer mit deren Produkten happy ist, der möge sie nutzen und seinen Spaß haben. Ich eigne mich vielleicht nur nicht als Kunde bzw. Opfer von Patzer.

Besten Gruß

Ph.
bekennender Boyer-Möger ;-D
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Re: Erfahrungen mit Sachse-Zündung

Beitragvon commando850 » Montag 13. Juni 2016, 18:40

datt is datt Ding..............:-))))
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
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Re: Erfahrungen mit Sachse-Zündung

Beitragvon Tim » Montag 13. Juni 2016, 18:46

commando850 hat geschrieben:datt is datt Ding..............:-))))


:-k Aha. Ich wär im Leben nicht drauf gekommen, das Ding "Box" zu nennen.... :pfeiffen:


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